Siegfried Stiller in seinem Atelier zwischen seinen Bildern. "Kunst entzieht sich kultureller politischer und religiöser Bevormundung - Kunst ist frei", sagte Siegfried "Sigi" Stiller als er noch am Leben war. Zum Schluss seines Lebens, er verstarb vor einigen Tagen, wurde sein Atelier immer mehr auch Wohn- und Schlafzimmer, Kneipe und Konferenzraum. Hier wurde getratscht, gelacht, getrunken und natürlich gemalt, viel gemalt. Bekannt wurde er in Augsburg erst als nackter Mann, der auf dem Rathausplatz nur mit der Schrift "Ich bin wütend" auf seinem Körper, gegen die Verlegung des Kulturparks, in dem sein Atelier war, in den Gaskessel medienwirksam protestierte. Stiller darf man ruhig zu den bedeutendsten Malern Augsburgs nach dem Zweiten Weltkrieg zählen. Durchaus zu sehen in der Tradition der alten Holbeins. Wer kam und kommt nach 1945 aus Augsburg, der oder die als malender Künstler national oder gar international bekannt wurde? Karl Kunz, Jörg ...
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