Eine beißende Betrachtung über den Maler, Fotograf und Grafiker Siegfried Stiller, der vor einigen Tagen verstarb. Von seinem malenden Freund Reinhard Gammel zum Abschied Siegfried Stiller in seinem Atelier. Alle Bilder von Siegfried Stiller erzählen Geschichten. Kurz mal daran vorbeischlendern bringt wenig. Diese Bilder sprechen vor allem in Symbolen und in der Tiefe. Sich darauf einzulassen kostet Anstrengung, nicht oberflächlichen ästhetischen Genuss. Bei Stiller ist die Unterwelt immer in Bewegung, die evolutionäre, die elementare. Das Männliche zur Linken, der Gekrönte, der Herrliche. In dämonischem Blau, wo sich maßlose Gesichter andeuten, voller Bedeutung. Der Troll oder Spross, der Kleine, diminuiert die Anmaßung bereits. Zeus schleudert Zorn, aber ein lächerliches Geschlecht. Der Demos, das Volk, setzt sich widergegen, das vieläugige, weit- und wegblickende, und sich ihm widersetzende. Heraldische Phalli, hin und her gerichtet, ohne Sinn und ...