Franz Rohra: Konzertbericht: Szenegetränk fällt fast aus der Saufleiste

"Fulminant mit schnellem Geknüppel"
Raffi Platz und Muntermonika
Not On Tour aus Israel und Missstand aus Klagenfurt

Raffi Platz und Muntermonika vergnügen ihr Publikum im Manolitos.

Mittwochskonzerte in Auxxxburg

Wer kennt es nicht? Es ist Mittwoch, man verspürt den Drang ein feines Bier zu verspeisen und das am besten nicht in der unsäglich unoriginellen Maxstraße. Mittwoch ist der Donnerstag des kleinen Mannes und so gab es am 7. Juni gleich zwei Konzerte auf hohem Niveau, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zur rentnerfreundlichen Zeit ging es bereits um 19 Uhr im Manolitos los.

Da sich der Wetterbericht mal wieder gegen die Augsburger verschworen hat, spielte der Songwriter Raffi Platz und die Mundartliedermacher Muntermonika nicht wie angekündigt im Biergarten, sondern im kleinen Nebenraum des Restaurants. Dieser war dann immerhin mit knapp 30 Gästen randvoll und das Publikum feierte beide Acts gehörig ab. Für freien Eintritt gab es zwei Stunden lang hervorragende, vollakustische Live-Musik – weitere Künstler treten den ganzen Sommer an jedem Mittwoch im Manolitos auf.

Straffes Programm heute, denn bereits um 21 Uhr ertönt der Startschuss für ein weiteres Highlight einer ganz anderen musikalischen Sparte: In der Ballonfabrik-GmbH, einem Familienunternehmen mit langer Tradition, geben sich heute Not On Tour aus Israel und Missstand aus Klagenfurt die Ehre. Es ist ein Rollbrett-Punk-Manifest, wie es im Buche steht. 

Missstand eröffnen den Abend fulminant mit schnellem Geknüppel, das von der Hauptband noch getoppt werden kann.

Missstand und Not On Tour in der Ballonfabrik.

Es werden gefühlte 30 Lieder in 45 Minuten von Not On Tour runtergezockt, die dermaßen melodiös und technisch präzise dargeboten werden, dass einem beinahe der Brodersen, DEM Szenegetränk schlechthin, aus der Saufleiste zu fallen droht.

Der Appell am Ende dieses Artikels kann nur lauten: Geht mittwochs in Auxxxburg mehr auf Konzerte von Live-Bands!


Herzlichst, Ihr Franz Rohra  

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